WSD-F20: Casios Outdoor-Smartwatch im Test

Casio hat bei der neuen Generation nachgelegt: Die Outdoor-Smartwatch WSD-F20 ist mit GPS und Offline-Karten ausgestattet. Die neuen Funktionen knabbern trotz energiesparendem GPS aber ordentlich am Akku. Gut: Dank frischem Betriebssystem Android Wear 2.0 befindet sich der Play Store nun direkt auf der Smartwatch.

Pro

  • Leichtes Gehäuse
  • Kartenfunktionen und GPS
  • Zweischichtiges Display
  • Uhrzeit dauerhaft ablesbar
  • Robust und kratzfest
  • Wasserdicht bis 50 Meter

Kontra

  • Klobiges Design
  • Akkulaufzeit kurz
  • Eingeschränkte Nutzung mit iPhone
  • Kein Pulssensor

Testnote der Redaktion

2,71

befriedigend

Erst im vergangenen Jahr stellte Casio mit der WSD-F10 seine erste Smartwatch vor. Der nun erschienene Nachfolger WSD-F20 bekommt das frische Betriebssystem Android Wear 2.0 und Kartenfunktionen spendiert. Was noch in der Outdoor-Uhr steckt und welche Funktionen fehlen, verrät der Labor-Test.

6 Bilder

Zur Bildergalerie

Casio WSD-F20: Klobiges Design, geniales Display

Erneut erwartet den Käufer eine robuste Outdoor-Smartwatch mit drei Knöpfen auf der rechten Display-Seite, diesmal jedoch mit breiteren Umrandungen: Mit 6,2×5,6×1,5 Zentimetern ist das Gehäuse so groß, dass es nur an kräftigen Handgelenken gut aussieht. Das Display misst ? und im Vergleich zum Gehäuse muss man sagen ?bloß? ? 1,32 Zoll (rund 3,4 Zentimeter). Auch wenn das Design klobig ist: Mit 92 Gramm bleibt die Uhr ein Leichtgewicht. Die Stärke des Vorgängers spielt Casio auch in der zweiten Generation aus: das zweischichtige Display mit Touchscreen. Der Monochrom-LCD-Bildschirm schont den Akku im Sperrmodus, im Nutzungsmodus sorgt ein Farb-TFT-LCD-Display mit 320×300 Pixeln für einen hochauflösenden Farbbildschirm, allerdings mit einem unten abgeflachten schwarzen Rand, wie ihn auch der Vorgänger hat. Wie schon bei der WSD-F10 zeigt die Uhr selbst im Sperrbildschirm eine Sekundenanzeige ? das ist bei anderen Smartwatches nicht selbstverständlich.

Das Betriebssystem: Android Wear 2.0

Ein Highlight der Smartwatch ist Android Wear 2.0. Besitzer des Vorgängermodells können diesbezüglich aufatmen, denn sie bekommen das Betriebssystem per Update nachgeliefert. Kompatibel ist die Uhr mit Android-Smartphones ab Version 4.3 und mit iPhones ab iOS 9 / iPhone 5. Hier gilt allerdings wie bisher: Unter iOS verfügt die Smartwatch über eingeschränkte Funktionen. Beispielsweise das Beantworten von WhatsApp-Nachrichten ist nicht möglich. Android-Nutzer können sich hingegen freuen: Nicht nur ist die Beantwortung von Nachrichten per Spracheingabe via eingebautem Mikrofon möglich, es gibt auch eine Tastatur, mit der sich eine Nachricht eintippen lässt. Im Test funktionierte das selbst auf dem kleinen Display erstaunlich gut.

Casio WSD-F20: Outdoor-Smartwatch mit Android Wear 2.0 Das große Highlight der Casio WSD-F20: Offline-Karten. © COMPUTER BILD

Das große Highlight der Casio WSD-F20: Offline-Karten.

Casio WSD-F20: GPS-Modul und wasserdicht

Wassertiefen von bis zu 50 Metern sollen der WSD-F20 keine Probleme bereiten. Herzstück der neuen Casio-Smartwatch ist das beim Vorgänger schmerzlich vermisste GPS-Modul, das dank integrierter Karten-App eine Navigation ohne Smartphone ermöglicht. Das Herunterladen hat im Test gut funktioniert. Man muss sich dabei für einen Maßstab entscheiden, mit dem eine entsprechende Detailgenauigkeit einhergeht. Ein- und Auszoomen ist dabei im Gegensatz zum Online-Modus (per gekoppeltem Smartphone oder WLAN) nicht möglich. Mit der Location-Memory-Funktion lässt sich ein Ort auf der Karte markieren und ein Emoji-artiges Symbol auswählen, etwa ein Fisch für einen Angelplatz, ein Pferd für einen Reitstall oder ein Favoritenstern. An Bord sind auch ein Drucksensor, ein Beschleunigungsmesser, Gyrometer und Kompass-Sensor. Damit ist auch das Tracken einiger Aktivitäten möglich: Radfahren, Paddeln, Snowboard / Skifahren, Angeln und Trekking. Um aus der Smartwatch eine Sportuhr zu machen, bräuchte es noch einen Pulssensor, auf den Casio jedoch mit Absicht verzichtet hat.

Der Akku im Test

Das GPS-Modul ist laut Casio vier Mal energiesparender als andere. Im Test hielt der Akku bei teilweise aktivierten Funktionen 2,5 Tage durch. Das ist für eine Smartwatch mit GPS zwar nicht schlecht und vergleichbar mit der Laufzeit eines Smartphones. Aber die meisten Nutzer haben keine Lust, ein weiteres Gerät alle zwei Tage an die Steckdose hängen zu müssen. Fitnessarmbänder und Sportuhren halten heutzutage bereits eine Woche durch. Und so liegt es an der Akkulaufzeit, dass die Casio-Smartwatch den Sprung auf die Testnote ?gut? nicht erreicht ? trotz energiesparendem GPS. Übrigens: Lässt man den Akku leerlaufen, zeigt die Smartwatch nur noch die Uhrzeit. Ins Smartwatch-Menü gelangt der Nutzer dann nicht mehr, bis er die Uhr wieder auflädt.

25 Modelle

Pebble, Samsung & Co.

Preis und Verfügbarkeit

Die Casio WSD-F20 ist seit dem 21. April 2017 erhältlich. Der Verkaufspreis liegt bei 499 Euro (Stand: 8. Mai 2017). Casio bietet die Uhr nicht bei Amazon an, sondern hält an der Distribution über Juweliere und Online-Juwelierhändler fest.

Mehr über den Autor hilfreiche Tipps

  • Zuwachs ? Neues Mitglied der Aida Flotte wird im Juni getauft

    5 von 5 Sternen(1 Bewertungen) Kategorie: Allgemeines Kreuzfahrt Veröffentlicht am Freitag, 24. Februar 2017 Geschrieben von clang Am 30. Juni wird das zwölfte Flottenmitglied von Aida Cruises, die Aidaperla, in  Palma de Mallorca getauft. Dann können Gäste und Zuschauer ein spektakuläre Veranstaltung mit Licht-und Musikinszenierung erleben. Die Taufreise vom 24. Juni bis 1. Juli 2017 […]

  • Sonnenanbieter: Zehn Reiseportale im Test

    Günstig, fair und gut ? welcher Online-Reiseanbieter macht 2017 das Rennen? Reisebuchungen im Internet verlaufen für geübte Nutzer nach Schema F: Reisedaten eingeben, Wunsch-Angebot finden, Preise vergleichen, Schnäppchen entdecken, buchen ? und fertig. Einige besonders routinierte Online-Bucher haben inzwischen sogar schon ihren persönlichen Favoriten und buchen am liebsten immer wieder bei demselben Anbieter, weil es […]

  • Paketverwaltung: npm 5 mit überarbeitetem Installer und grunderneuertem Cache freigegeben

    Nachdem ein Cache-Rewrite schon lange im Gespräch war, steht die neue Variante nun als Teil von npm 5 zur Verfügung. Dadurch soll sich unter anderem die Geschwindigkeit verbessern und weiteren Neuerungen der Weg geebnet werden. Die Arbeiten an Version 5 des Package-Managers für die JavaScript-Laufzeitumgebung Node.js, npm, sind beendet und das Ergebnis steht unter anderem […]

  • Aufregung über angebliche Sicherheitslücke in systemd

    (Bild: Shmuel Csaba Otto Traian, CC BY-SA 3.0 ) Ein vergleichsweise harmloses Sicherheitsproblem eskaliert: Die Verwendung von Benutzernamen mit führenden Ziffern könnte zu einer unerwünschten Rechte-Ausweitung führen – und die Entwickler werden das nicht ändern. Der Dienste-Manager systemd erlaubt es, Services statt mit Root-Rechten mit den reduzierten Rechten eines Anwenders zu starten. Kommt dabei jedoch ein […]

  • US-Wahl: Facebooks versteckter Fingerzeig auf Russland

    Inhalt Seite 1 ? Facebooks versteckter Fingerzeig auf Russland Seite 2 ? 30.000 Konten in Frankreich gesperrt Auf einer Seite lesen Ein Diplomat ist Alex Stamos wahrlich nicht. Als er noch Chief Information Security Officer von Yahoo war, legte er sich mal auf offener Bühne mit NSA-Direktor Michael Rogers an, und auch sonst gilt er […]